Flauschwelt: Der Zorn des Arschkönigs – Prolog

Wrath of the Assking

Nervös öffnete er das schleimige Tor zum Königssaal. Schweiß tropfte den von Adern überzogenen, muskulösen Körper entlang. Sein Kopf schimmerte rötlich in der glühenden Sonne. Wie er diese Anhörungen hasste, blieb ihm jedes mal die zweifelhafte Ehre, dem braunen Herrscher die schlechte Botschaft zu überbringen. Das Gespräch würde er auch dieses mal nicht unbefleckt überstehen.

„Du bist spät dran, Albertus! Ich hoffe du hast nicht wieder wertvolle Zeit mit deiner Höhlenforschung verschwendet.“

Erbost blickte er in das dunkle Auge des furchteinflößenden Herrschers: „Herr, sobald wir das Warzenvolk zähmen, können sie uns unermessliche Dienste leisten! Ich bin so kurz davor…“

Schweig! Ich bin die ständigen Verzögerungen Leid! Das Warzenvolk ist ein Schar niederträchtiger Halsabschneider, die jede Gelegenheit nutzen würden uns in den Rücken zu fallen und das weißt du!  Auch sie werden in meinem Meer aus Gülle ertrinken!“

Gewiss, König. Die kleinen Lumpen sind mit Vorsicht zu genießen. Aber richtig eingesetzt, könnten sie die Krieger der Flauschwelt ablenken, was unser Vorhaben erheblich erleichtern würde.“

„Ich habe dir eine Armee von 100.000 Heuköttel bereit gestellt und mehrere Bataillone meiner besten Allokorpophagen, fast alle davon selbst gezüchtete Wiederkäuer und du hast es nicht einmal geschafft den Nuffbaum zu überrennen. Warum sollten ein paar mickrige Warzen was ändern?!“

Herr, die  Fäzeskühe verdauen einfach nicht so schnell wie sie essen können. Die Hälfte unserer Kotkanonen blieben ungenutzt. Wenn wir die Geschwulste frühzeitig…“

RUHE, du Blindgänger! Als ich das Volk der Pimmel rekrutierte, war ich im Irrglauben es würde sich um standhafte Krieger handeln, die nicht aufhören bis ihre Aufgabe erfüllt ist. Bisher wart ihr nur eine bittere Enttäuschung. Ein Haufen schlaffer Hampelmänner, die bei dem geringsten Anzeichen einer Niederlage zusammenknicken. Ich gebe dir nur noch eine einzige Chance, Albertus von Luluhausen. Enttäusche mich nicht!“

Ja, Herr!“

Kleinlaut wandte sich der Phallus dem braunen König ab und schliff entnervt den Gang entlang.

Ach Albertus…eine Sache noch…“

Fragend drehte der Pimmelmann seinen sehnigen Körper abermals in Blickrichtung seines Vorgesetzten. Der König erhob sein wuchtiges Haupt auf überraschend eleganter Weise und kletterte einige Stufen der bronzefarbenen, übel riechenden Treppe herab. Borstige schwarze Haare wallten im Einklang zu seinen Bewegungen. Die monströsen Backen, die sein Gesicht ausmachten, bewegten sich zur Seite und machten Platz für ein schockoladenfarbenes Auge, das auch gleichzeitig als Mund und Nase diente. Ein donnerndes Geräusch hallte durch den Raum und mehrere glühende Jauchespritzer prasselten auf den verdutzt dreinblickenden Albertus. Der Ritter wand sich vor Schmerz und Ekel.

Ahhhh! ES BRENNT! ES BREEEENNT!“

Lass diese Narben dir eine Erinnerung sein, Junge! Enttäusche mich nicht noch einmal! Es gibt nur einen Herrscher über die Flauschwelt! Und das bin ich!“

Laute Rufe raunten durch die schmierige Halle:

„Heil Arschgesicht! Heil Arschgesicht! Heil Arschgesicht!“

flauschweltTITEL

Anmerkung für Opfer ohne Facebook und Twitter:

Da ich im vergangenen Sommer verdammt viel Zeit hatte, kam mir irgendwann die Idee eine Fantasy-Geschichte zu schreiben. Die Story handelt von einem jungen Eichhörnchen und dessen treuer Begleiter, ein sprechendes Brusthaar. Weitere Charaktere, die unter anderem vorkommen: Ein Pedobär mit einem Zauberstab, ein fabelhaft aussehendes, schwules Einhorn,  eine bärtige Schnecke mit Alkoholproblem, ein inkontinenter Papagei mit Tourette-Syndrom und eben Albertus, ein sprechender Penis, der einem bösen Arschkönig dient, der die Flauschwelt in Scheisse ertränken will.

Wie ihr sehen könnt hat das Ganze Potential für den Literaturnobelpreis. Bisher steht aber nur der Prolog. Was meint ihr? Wollt ihr wissen wie es weitergeht? Soll ich dran bleiben? Oder doch lieber was „gehaltvolles“ schreiben? 😀

Wenn euch der Einstieg gefallen hat und mehr wollt – oder mir gar nützliche Tipps für eine bessere Schreibweise liefern könnt, dann hinterlasst doch einen Kommentar oder schickt mir eine Nachricht.

Stay Classy

Aaron Venis
Aaron Venis

Aaron Venis, 28 Jahre, aus Aindorf, trifft sich in seiner Freizeit gerne mit Freunden und liebt Tiere. Dinge die er nicht mag: Fußball, Pegida, Autotuning, Après-Ski-Musik, Karotten, Montage, Dienstage, Mittwoche, Donnerstage, Postgänge, Arzttermine und Aids.

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